(Potsdam.) Das Barberini lud und alle kamen. Lange hat die hiesige Kunstwelt keine so gut besuchte Pressekonferenz mehr gesehen, so gut besucht, daß sogar - WUUUHAA! Was, wie bitte? Nein, Entschuldigung: nicht „Wuhan“, nur geniest, muß doch auch mal sein... - jedenfalls kam die ganze Korona zur Präsentation, und das übliche Frühstücksbuffet – PKs am Barberini sind grundsätzlich besser besucht als andere – mußte aus dem Auditorium in den Flur weichen. Wie wäre es auch anders zu erwarten bei einer neuen, großen, Monet-Ausstellung?

Der französische Impressionist ist Mitglied jenes höchstexklusiven Zirkels von Großkünstlern, der Business Class der Kunst, der auch van Gogh, Dali, Picasso und Warhol angehören, sonst aber kaum einer; die Kenner und...

(Berlin.) Willkommen zurück nach einer doch sehr ausgedehnten Winterpause! Plötzlich ist es 2020 und so vieles hat sich geändert, schon schweift der Blick voller Wehmut zurück auf das Vergangene: „Weißte noch, Zwanzichneunzehn, der letzte Sommer, als Onlinebanking noch schnell und einfach war?“ Bevor die EU-Bürokraten im Herbst übernahmen, PSD2 (Payment Services Directive Two) und damit auch zahllose Fälle von PTSD (Post-Traumatic Stress Disorder) aufseiten ihrer Untertanen verordneten? Fast klingt es wie ein Traum aus paradiesischen Parallelwelten, tatsächlich aber war es noch vor wenigen Monaten nicht nötig, fünf Paßwörter und sieben PIN-Codes einzugeben, dann drei Barcodes zu scannen, ja war es vollkommen egal, hatte man das Handy des Mo...

(Berlin.) Neben Cevdet Erets Reise nach Bergama, und nicht offiziell Teil der Reihe Musikwerke Bildender Künstler, zeigt der Hamburger Bahnhof dieser Tage eine weitere Ausstellung, die auf des Besuchers Gehörsinn zielt.

Auf Werke Lawrence Abu Hamdans sind wir zuletzt anläßlich der Berlin Art Week 2018 getroffen, als er an einer Gruppenausstellung in der DAAD-Galerie teilnahm (der DAAD tauscht tatsächlich nicht nur Studenten, sondern auch Künstler aus, international) und sich in einer Videoarbeit Mauern und Klängen widmete. Die diesjährige Einzelausstellung ist klein gehalten, besteht aus Auszügen dreier Werkserien, deren beste mit dem Titel Disputed Utterance ("Umstrittene Äußerung") ganz zu Beginn steht, da Abu Hamdan nicht ohne schwar...

(Berlin.) Herbst in Berlin, so mancher denkt da gerne an die Sonne und das Meer (nur bitte nicht den Klimawandel!), geht stillschweigend darüber hinweg, wenn Mehmet in aus Heimweh gespeister geistiger Abwesenheit Döner-mit-nur-Zwiebeln statt Dürüm-mit-alles-ohne-Zwiebeln einpackt. Denkt sich dann, es sei mal wieder Zeit, ins Museum zu gehen, auf andere, weniger regennasse Gedanken zu kommen, die U-Bahn Stationen hängen voller Plakate von Izmir Tourismus (Öger Tours nun nicht mehr) und siehe da: Selbst der Hamburger Bahnhof zeigt Cevdet Eret, Künstler aus der Türkei – und potentiell auch Türke. Obwohl, sicher können wir uns da nicht sein, vermeidet man am Bahnhof doch jede Nennung seiner Nationalität. Der Name scheint in...

(Berlin.) Nun, da sich Zweitausendneunzehn und das hundertjährige Bauhaus-Jubiläum bald schon wieder dem Ende zuneigen, laßt uns frei nach dem Dichter sprechen:

Wer jetzt kein Bauhaus schaut, der braucht auch keines mehr. // Wer jetzt Banause ist, wird zuhause bleiben // Wird posten, tweeten, Photos teilen // Statt zu Ehren Kunst und Künstlern, // Staunen, was die Kuratoren treiben.

Eine ganze Reihe Ausstellungen würdigt(e) den Anlaß, und sollten Sie bislang keinen wahrgenommen haben - warum nicht jene der Berlinischen Galerie wählen? Dort möchte man daran erinnern, daß es sich beim Bauhaus in erster Linie nicht um einen Stil, einen weiteren Frühzwanzigstes-Jahrhundert–ismus der Künste, gehandelt hat, sonde...

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BAW(S) 2019, Teil II: Die Ochsentour

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